Die Electric Hawaii Gitarre

 

Anwendungsmöglichkeiten und Spieltechnik

für den zukünftigen Hawaii-Gitarristen!

Viele Freunde der Musik haben erkannt, daß die Electric-Hawaii-Gitarre auf dem besten Wege ist ein Trendinstrument zu werden. Die einfache Spieltechnik und die verschiedenen Improvisationsmöglichkeiten haben sie bekannt gemacht.

In dieser Anleitung soll im allgemeinen über die Spieltechnik soviel gesagt werden, daß es Ihnen recht bald Freude macht , wenn Sie ein solches Instrument besitzen und beherrschen. Die Hawaii-Gitarre ist ein lautloses Instrument welches nur über Verstärker oder über eine Stereoanlage zum Klingen gebracht wird. Dabei entfaltet sie ihre Klangfülle durch Umschalten der Tonabnehmer und Ausnützen der Regler.

In jeder Bandbesetzung fügt sich die Gitarre in die Melodieführung und auch als Begleitung ein. Nicht selten hat der Gitarrist die Electric-Hawaii-Gitarre als zweites Instrument für Soloeinlagen bereit.

Nach Ihren ersten Übungen beginnen Sie am zweckmäßigsten mit langsamen Stücken. In den Beispielen können Sie einiges hören. Endglissandos (Hochziehen des Spielstabes auf den Saiten) sind typisch für dieses Instrument.

Verschiedene Typen meiner Electric-Hawaii-Gitarre sind in reicher Auswahl vorhanden. Das 6-Saiten-Instrument für den Musikfreund das 8-Saiten Instrument für den Musiker.

Es ist allgemein bekannt daß man auf einer mehrsaitigen Hawaiigitarre viel größere Akkord- und Effektmöglichkeiten hat.

Praktische und elegante Ausführung sind besondere Merkmale aller Typen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch nicht im Reich der Töne.

Übung macht den Meister

In der folgenden Anleitung will ich Ihnen die Spieltechnik etwas näher

bringen.

Zubehörteile

Zum Spielen benötigt man den Spielstab, die Fingerringe und den Daumenring.

 

Sicht auf die Gitarre

 

Der Spieler sitzt mit dem Oberkörper leicht nach vorn gebeugt. Die Gitarre liegt flach auf den Schenkeln, der Hals zeigt nach links.

Spieltechnik der Hände.

Rechte Hand: Es gibt verschiedene Arten zum Anschlagender Saiten, z.B. mit den Fingerkuppen (es entsteht ein weicher Klang), oder mit dem Blättchen (harter Klang). Mit den Fingerringen erzielt man eine gute und sichere Anschlagbasis (ebenfalls harter Klang). Grundsätzlich kommen die Zupfbewegungen aus den Fingergelenken NICHT aus dem Arm.

 

Linke Hand:

Man faßt den Spielstab mit Daumen und Zeigefinger in der Mitte der Kehlung, die abgerundete Seite nach unten. Setzt ihn mit etwas Druck so auf die Saiten, daß dieselben beim Anschlagen nicht klirren. Durch das Berühren der Saiten mit dem Spielstab über den markierten Bünden entsteht eine Verkürzung der Saite und somit ein Chromatisch auf- oder absteigender Ton.

Der Mittel- und Ringfinger wird zweckmäßig l o c k e r über die Saiten gehalten. Der kleine Finger dagegen wird gestreckt aufgelegt, um ein klirren zu vermeiden und eine Abdämpfung des Tones zu erreichen ( wichtig beim Staccatospiel ). Ein Vibrato erreicht man, indem der Spielstab etwa 4mm nach rechts und links über dem markierten Bund bewegt wird. Die Bewegung muß locker aus dem Handgelenk kommen, es entsteht so ein schwingender Ton bzw. Akkord.

 

Hawaii-Stimmungen

Jeder Hawaii-Gitarrist kann sich seine Stimmungen auf der Electric-Hawaii-Gitarre selbst je nach Belieben und können wählen. ( Siehe Arrangiertafel der gebräuchlichsten Akkorde, erhältlich in jedem Musikgeschäft)

Zur Einführung folgende Stimmungen

Einstimmen

Das Einstimmen mittels Spielstab geschieht folgendermaßen: Die 3. Saite A wird nach der Stimmgabel eingestimmt, dann setzt man den Spielstab auf die eingestimmte 3. Saite auf den 4. Bund und erhält den Ton cis, wonach die 2. leere Saite eingestimmt wird. Auf gleiche Art finden wir mittels Spielstab auf der 2. Saite 3. Bund den Ton e und können nun die 1. Saite einstimmen. Die 4., 5.und 6. Saite stimmen wir nach Gehör eine Oktave tiefer, wie die ein-gestimmte 1., 2. und 3. Saite.

Die Töne der Electric- Hawaii-Gitarre werden eine Oktave höher notiert als sie erklingen; also beim Einstimmen darauf achten!

 

Anwendung des Spielstabes

  1. Querlage: Der Spielstab liegt quer zur Gitarre, parallel über den markierten auf den Saiten. Man kann einzelne bzw. mehrere Saiten (Akkorde) anschlagen
  2.  

  3. Winkellage: Der Spielstab berührt mit seiner vorderen abgerundeten Kante nur eine Saite in einem Winkel (entsprechend der Abbildung). Zum einstimmigen Melodie und Chorusspiel.
  4. Schräglage: Der Spielstab steht schräg zur Bundmarkierung und berührt die Saiten an verschiedenen markierten Bünden. Für zweistimmiges Spiel.